Ziele Beratung - ohne Ziele kein Treffer!
               
 

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Kennen Sie Ihre Unternehmenszielsetzung? Ihre Bank auch?

Nur mit einer verbindlichen, realistischen und zukunftsfähigen Unternehmenszielsetzung führen Sie Ihr Unternehmen in eine sichere Zukunft!
Hier finden Sie ab sofort in Ergänzung zum Buch (Das Buch) wichtige, ergänzende Tipps und Fallstudien aus der Praxis für die Praxis.

Eine Unternehmenszielsetzung? Auch das noch!

"Was soll das schon wieder? Wir sind ein Sägewerk im Bayerischen Wald und produzieren Balken, Bretter und Leisten! Das wär's dann!" Für die Erweiterung seiner Anlage und Ersatz einer Gattersäge beantragte der Unternehmer einen Kredit. Das, was er für eine ausreichende Formulierung seiner Unternehmenszielsetzung hielt, rief aber nur ein verlegenes Schmunzeln hervor, insbesondere, weil das Sägewerk seit Monaten nicht aus den roten Zahlen gekommen war, mit negativem Trend. "Gerade deshalb muss ich ja modernisieren!"

Der Kreditsachbearbeiter notierte im Gespräch eine Fülle von Fragen, die in einer schriftlichen Unternehmenszielsetzung beantwortet werden müssten - zusätzlich zu einem Business-Plan, also einem Zahlenwerk zur voraussichtlichen Umsatz/Kosten/Ertrags-Entwicklung der nächsten drei Jahre.

Hinsichtlich der Unternehmensziele hat der Sägewerks-Chef mehrere Möglichkeiten:

  • sich selber hinzusetzen und zu grübeln, wie man die ihm gestellten Fragen beantworten müsse;
  • ein Buch mit einer verständlichen, praxisnahen Anleitung zu finden, das es ihm und seinen Angestellten ermöglichen würde, eine profunde Unternehmenszielsetzung zu erarbeiten und zu formulieren;
  • einen Experten zu finden, der sich damit auskennt, und ihm die Arbeit zu übertragen.

Er fand einen Experten, der ihm allerdings zunächst einmal eine geeignete Anleitung als Hilfe zur Selbsthilfe übergab ("Das Buch"). Er solle zunächst einmal so vorgehen, wie es im Buch stehe. Dann könne man das Ergebnis voraussichtlich in zwei Tagen prüfen, notfalls verbessern und endgültig zu Papier bringen. Dadurch würden weniger Beratertage anfallen - eine Ersparnis von mindestens 60 Prozent. Leicht war die Arbeit nicht, insbesondere auch wegen der Frage nach der Konkurrenzsituation, der konjunkturellen Einflussgrößen und auch bezüglich der Nachfolgeregelung im Rahmen der Zukunftsanalyse.

Das Unternehmensziele-Quizz

Fallstudie:

Welche Unternehmens-Strategie verspricht eigentlich Erfolg?

Viele Ferienhotels haben sich diese Frage gestellt - und offensichtlich falsch beantwortet. Sie haben sich teure Swimming-Pools zugelegt, haben sich ein neues, edles Interieur geleistet, werben mit "Wellness" in aufwendigen Prospekten und auf Messen, dennoch bleibt die durchschnittliche Bettenbelegung im Jahr weit unter den Erwartungen.

Auf der anderen Seite gibt es Hotels, die weitaus weniger edel ausgestattet sind, dennoch über fast ganzjährig ausgebuchte Zimmer verfügen und in der Hochsaison bereits für das kommende Jahr Wartelisten anlegen müssen. Was machen die anders?

  • Da gibt es z.B. "Baby-Hotels", die voll darauf abgestimmt sind, junge Eltern mit Babies und Kleinkindern aufzunehmen. Die Zimmer sind entsprechend gestaltet. Die Küche kennt sich mit Babynahrung aus. Es gibt Kinder-Betreuerinen, Krabbelstuben, Spielzimmer, Spielzeug und Spielgelände, einen Kinderarzt im Haus oder in der Nähe. Alles ist darauf abgestellt, jungen Eltern mal die Möglichkeit zu geben, ihre Sprösslinge in guter Obhut im Hotel zu lassen und wandern, skilaufen, bergsteigen zu gehen, kulturelle Veranstaltungen zu genießen - und spätnachmittags die lieben Kleinen wieder in die Arme schließen zu können. Wenn Baby mal schreit, muss man nicht die genervten Blicke anderer Hotelgäste kassieren.
  • Es gibt Töpfer-Hotels mit allen Einrichtungen, damit die Gäste töpfern lernen, ihre eigenen Souvenirs herstellen, künstlerisch und kreativ tätig werden können. Sie lernen lasieren. Es gibt Brennöfen. An schönen Tagen genießt man die Natur, bei schlechtem Wetter oder dann, wenn einem dazu zumute ist, geht man an die Töpferscheibe. Zwei Jahre Voranmeldung sind nicht selten!

"Ja - dann!" werden manche sagen. Es gibt noch mehr Tipps für "Neigungs-Hotels", die keinerlei Belegungsprobleme haben (Beratung erwünscht? E-mail genügt). Ob man ein Hotel betreibt oder ein anderes Unternehmen: Wer den tatsächlichen Bedarf (s)einer Zielgruppe erkennt und deckt, ist dem Erfolg auf der Spur. Stets gilt dabei:

GEIST GEHT STETS VOR MATERIE!

Der Erfolg hängt selten von einer materiellen Ausstattung ab, sondern vom geistigen Engagement!



 
       
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Dr. H. Epelbaum, 2002 - 2011